Die Wirksamkeit der Hypnotherapie ist in über 200 empirischen Studien für zahlreiche Neurosen, Verhaltensstörungen, medizinische Probleme und viele Bereiche der Psychosomatik nachgewiesen. Besonders erfolgreich ist der therapeutische Einsatz der Hypnose bei allen Angst- und Belastungsstörungen. Die Leiterin des Milton Erickson Instituts in Bielefeld, Ghita Benaguid , erklärt in diesem Beitrag, wie Ängste mit Hypnose kontrolliert werden können.

„Das eigentlich spannende ist, dass Angst unwillkürlich auftaucht. Es passiert. Das heißt, dass Menschen mit Angst, den Eindruck haben, sie haben keine Kontrolle mehr. Das Prinzip der Hypnotherapie arbeitet mit dem Konzept des Unwillkürlichen. Deshalb kann Hypnose als guter Dolmetscher dienen, um die Angst besser zu verstehen und diese aufzulösen. Wenn Angstzustände kommen, fokussieren die Patienten auf körperliche Symptome. Angstpatienten sind hervorragend in der Lage sich selbst zu hypnotisieren. Wenn wir Trance als Fokussierung von Aufmerksamkeit definieren, dann ist Angst eine Form von Problemtrance, in der sich der Patient selbst negativ hypnotisiert. In der Therapie geht es nicht darum die Symptome oder die Angst zu therapieren, sondern darum neue Lösungsräume zu erzeugen, in denen die Fokussierung auf einen anderen Bereich orientiert wird.“

Quelle: Hypnose.de

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