Systemisches Coaching

Was ist Systemische Coaching und Beratung?

Der Kern systemischen Arbeitens ist die systemische Grundhaltung, die Menschen in ihren Systemzusammenhängen in den Blick nimmt.

In der systemischen Arbeit betrachten wir den Klienten im Kontext seines sozialen Systems

und suchen eine kooperative, gleichberechtigte Beziehung zwischen allen Beteiligten einer Therapie oder Beratung.

Systemisches Coaching und Beratung ermöglicht es in Mehrpersonensysteme zu interviewen bzw. ganze Systeme in Bewegung zu bringen.

Haltung

In meiner Haltung gebenüber Klienten ist mir bewußt, dass jeder Klient alle Ressourcen mitbringt, um die Lösungen für seine Herausforderungen zu finden.

In meiner Arbeit geht es mir darum, den Möglichkeitsraum für meine Klienten zu erweitern.

Hypnosystemisches Coaching

In meiner Beratung verbinde ich den systemischen Ansatz mit hypnotherapeutischen Tranceinductionen.

Die hypnosystemische Arbeit nach dem Ansatz von Dr. Gunter Schmidt hat sich als äußerst effektiv erwiesen.

Mitgliedschaft

Ich bin langjähriges Mitglied in der Systemische Gesellschaft (Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung) e.V.
Wenn Sie mehr über hypnosystemisches Coaching erfahren wollen, finden hier ein Video von Dr. Gunter Schmidt:

Quelle: „hypnose.de“, Milton H. Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose e.V.

Hier finden Sie ausführliche Beschreibung des systemischen Ansatzes:

„Paradigma statt Theorie
„Systemisches Denken“ kennzeichnet ein allgemeines wissenschaftliches Programm oder Paradigma und keine in sich abgeschlossene Theorie. Es umfasst heterogene Denkansätze aus verschiedenen Disziplinen, deren Gemeinsamkeit der nichtreduktionistische Umgang mit Komplexität ist: Allgemeine Systemtheorie, Autopoiesetheorie, Kybernetik (2. Ordnung), Synergetik, Kommunikationstheorie, Konstruktivismus, sozialer Konstruktionismus, Theorie der Selbstreferentialität, der Selbstorganisation und dynamischer Systeme, Chaostheorie usw.

Rekursivität statt Kausalität
Vor dem systemischen Denkhintergrund werden Menschen als autonom und prinzipiell unverfügbar betrachtet. Sie bleiben füreinander in sozialen Interaktionen grundsätzlich undurchschaubar. Sie werden mithin als weder vollständig erfassbar, noch beliebig veränderbar bzw. instruierbar verstanden. Kognition und Kommunikation werden als rekursive Prozesse aufgefasst. Somit weicht das Konzept der Kausalität dem der rekursiven Vernetzung und Multifaktorialität. Erkenntnis wird als beobachterabhängig verstanden, so dass Objektivität als Kriterium „guten“ Wissens entfällt.

Selbst-Expertentum
Statt der immer besseren „Erfassung“ von Individuen und Systemen rückt der Erkennende (Beobachter) und seine persönlichen Hintergründe (Vorerfahrungen, Glaubenssysteme, Tabus und „blinde Flecken“) in den Vordergrund. Systemisch ausgerichtete Therapeut/-innen, Berater/-innen und Supervisor/-innen gehen von der Autonomie der Rat- und Hilfesuchenden aus und betrachten diese als „Experten und Expertinnen ihrer selbst“. Dabei wird das individuelle Erleben der Einzelnen als subjektive Verarbeitung ihrer lebensgeschichtlichen, affektiven und kognitiven Beziehungserfahrungen verstanden.

Wirklichkeit erzeugen
Systemische Praxis fokussiert darauf, wie Mitglieder sozialer Systeme über Handlungen und Sprache Wirklichkeiten erzeugen und diese über spezifische Muster und Interaktionsprozesse aufrechterhalten. Intra- und interindividuelle Probleme werden auf der Ebene kommunikativer Muster und Beziehungsstrukturen sozialer Systeme rekonstruiert (Problemsystem, Kontextualisierung). Interventionen, die auf diese Muster günstig einwirken, lösen Veränderungen aus und tragen zur Problemlösung bei. Dabei kann es sich um die Anregung und Aktualisierung vorhandener kognitiver und interaktioneller Strukturen, um das Überwinden problematischer Muster oder um eine Entwicklungsförderung handeln.

Beschreibung statt Diagnosen
Im therapeutischen und beraterischen Bereich orientiert sich systemische Praxis am Anliegen der Klienten (Kunde/-innen) und verzichtet auf normative Zielsetzungen und Pathologisierung. Im Rahmen von fürsorglichen und sozial-pädagogischen Maßnahmen knüpft systemische Praxis an die Ressourcen der Beteiligten an, um ethisch vertretbare Zustände herbeizuführen.
Systemische Praxis verfolgt gemäß ihrem theoretischen Ansatz weder das Ziel, die Probleme diagnostisch zu erkunden und zu klassifizieren, noch sie kausal zu verändern. Vielmehr versucht sie, im Dialog mit den Betroffenen Beschreibungen zu entwickeln, die die Möglichkeiten aller Beteiligten, wahrzunehmen, zu denken und zu handeln, erweitern. Sie sucht also nach Bedingungen, mit deren Hilfe die Klienten ihre Ressourcen aktivieren können, um in Selbstorganisation zu ihren Zielen gelangen zu können.

Ressourcen und Ziele
Seelische Probleme und Störungen werden in der systemischen Therapie nicht als innerpsychische „Krankheit“ beschrieben, deren tief in der Vergangenheit liegende Ursachen es zu ergründen gilt. Sie sind auch kein Anlass, den Betroffenen darin zu bestärken, er sei das arme Opfer schwieriger Umstände.
Stattdessen kann ein Problem als Herausforderung gesehen werden, wodurch beim Betroffenen und den bedeutsamen Personen in seiner Umgebung neue Kräfte geweckt werden können – und auch geweckt werden wollen. Es wird von dem ausgegangen, was er selbst verändern will und was sich auch verändern lässt. Statt Resignation, Einengung und Selbstmitleid liegt der Schwerpunkt auf der Anerkennung bereits vorhandener Fähigkeiten, auf Zukunftsperspektive und Selbstbestimmung, auch bei scheinbar aussichtslosen Problemen“*

 

*Quelle: Systemische Gesellschaft. Was ist systemisch?