Gunther Schmidt ist Leiter des Milton Erickson Institut Heidelberg und gilt als Vater der Hypnosystemischen Therapie, also der Verbindung zwischen Hypnosetherapie und Systemischer Therapie. In diesem Beitrag erläutert Gunther Schmidt seine Sichtweise auf die Therapie von Burn-Out.

„Der Burn-Out-Klient hat sich in der Regel überlastet, bzw. der Sinn seiner Tätigkeit ist ihm verloren gegangen. Auch dies ist dem Betroffenen nicht bewusst. Er versteht nicht, warum nichts mehr geht.

Therapeutische Hypnose liefert den Betroffenen die fehlende Kompetenzerfahrung und zeigt ihnen, dass sie auf Grund der Handlungen und Entscheidungen gegen sich selbst, der faulen Kompromisse und des Ignorierens der eigenen Bedürfnisse in die Situation geraten sind, die sie beklagen. Hypnotherapeutische Methoden und Techniken können so angewandt werden, dass der Betroffene erkennt, was er ändern kann und wie er aus seiner Problematik herausfindet.

Zudem können in der Kindheit entstandene Interaktionsmuster und Erfahrungen, die gerade den schweren und wiederkehrenden Depressionen zugrunde liegen, mit Hilfe von Hypnose exploriert und aufgearbeitet werden. Auch beim Burn-Out findet man spezifische Kindheitserfahrungen, die begünstigen, dass man eigene Bedürfnisse vernachlässigt und ausblendet und sein Leben nur nach Leistung und der Bestätigung von anderen ausrichtet.

Mit hypnotherapeutischen Methoden werden nicht nur die negativ wirkenden Erfahrungen aufgearbeitet, man kann auch Erfahrungen, die für ein erfolgreiches und zufriedenes Leben notwendig gewesen wären, aber nicht stattgefunden haben, nachholen und für eine neue Lebensausrichtung nutzen.“

Quelle: Hynose.de

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